Kurleben der Romantik

Begleiten Sie uns auf unserer Zeitreise in die Romantik…

   
 

„Das ist ja Käpt’n Blaubär!“, 

stellen vor allem die kleinen Besucher der Ausstellung immer wieder überrascht fest.

Und tatsächlich: Der Schauspieler Wolfgang Völz, der dem Käpt’n Blaubär im Fernsehen seine Stimme leiht, begleitet die Besucher auf ihrem per Kopfhörer geführten Rundgang durch das Neue Badehaus.

Auf abwechslungsreiche und unterhaltsame Weise erzählen Wolfgang Völz und seine Kollegen Ernst-Erich Buder und Cornelia Kempers zwölf Episoden aus der Blütezeit des einst königlichen Kurbades und des gesellschaftlichen Lebens jener Zeit.

 

Sie beginnen Ihren Rundgang in einem Kabinett, in dem ein wesentliches Element des Lebensgefühls der Romantik versinnbildlicht ist: Die Sehnsucht nach der Natur – auch ihren dunklen, geheimnisvollen und wunderbaren Kräfte.

In einer Grotte wird ein Bassin nachgebildet, auf dessen Grund „Quelle und Dichter“, eines der berühmtesten Gemälde der Romantik liegt. In einer Mulde erblüht die Blaue Blume, das Symbol der Romantik. Dazu erklingt Gustav Mahlers fünfte Symphonie; ein Gedicht von Novalis wird rezitiert.

 

Um die Heilkraft des Wasser geht es im dritten Kabinett. Hier können Sie selber als Wasseranalytiker aktiv werden und mit Hilfe verschiedener Tests die mineralische Zusammensetzung und die Eigenschaften des Rehburger Quellwassers ermitteln.

 
   
   
 

Im sechsten Kabinett haben Sie, verehrte Besucherinnen und Besucher, die Gelegenheit, an einer Badeprozedur teilzunehmen. Wer hier in eine einem hölzernen Becken nachempfundene Installation eintaucht, wähnt sich in der Gesellschaft Badender des 18. Jahrhunderts.

 
 

In weiteren Themenkabinetten wie „Baden als gesellschaftliches Ereignis“, „Baden und Glücksspiel“ und „Auch die Armen baden“ erwarten Sie weitere überraschende und unterhaltsame Einblicke in die Geschichte des Ortes und das Kur- und Badeleben der Romantik.

 
   
   
 

Mit zwölf Kutschen und 50 Bediensteten war Königin Friederike unterwegs, als sie 1840 von Hannover ins „Madeira des Nordens“ reiste. Mit welchen Strapazen eine solche Reise verbunden war und welche Ereignisse den Reisenden damals widerfuhren, erfährt der Museumsbesucher im Kabinett „Die Reise ins Bad“.

 
 

Den Höhepunkt und Abschluss des Rundganges bildet der Besuch der so genannten „Königinnen-Zelle“, eine mit besonders aufwändigen Fliesen gestaltete Badekammer, die weitgehend im Original erhalten ist.

 
   
   
 


Die Großkacheln sind mit spätbarocken und frühklassizistischen Motiven und Ornamenten blau bemalt und wurden vermutlich um 1780 in der Fayencen-Manufaktur Wrisbergholzen bei Hildesheim hergestellt. Nachdem sie Jahrzehnte lang unter Tapeten verborgen gewesen waren, sorgte 1978 die Wiederentdeckung der kostbaren Mosaike in der Fachwelt für großes Aufsehen.

 
 

Mehrmals im Jahr zur Kur zu fahren, war in gehobenen Kreisen ein gesellschaftliches Muss. Franz Liszt und Peter der Große "flattern" im Romantik Bad Rehburg neben anderen Prominenten.

 
   
   
 

Goethe-Gedichte, Runge-Gemälde und Mahler-Sinfonien reißen die meisten Kinder nicht gerade vom Hocker. Um ihnen dennoch die Zeit der Romantik und die Schätze dieser Epoche näher zu bringen, widmet sich die Ausstellung speziell auch den jüngeren Besuchern.

 

© Fotos: Simone Meyer; entnommen aus dem Ausstellungsführer „Die galanteste Löwin am Rehburger Berge. Mit Königin Friederike durch das »Kurleben der Romantik«“ von Simone Meyer, Rehburg-Loccum 2007.